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ZUG UM ZUG DEM HIMMEL NÄHER

Das Ötztal ist DIE (Granit)Kletterregion schlechthin in Tirol. In keinem anderen Tal liegen traumhafte Klettergebiete und Klettersteige so nah beisammen wie im Ötztal. In 19 Klettergärten kannst du deinen Drang zur Vertikalen auf rund 750 Routen ausleben. 8 Klettersteige und eine Fülle von Mehrseillängen-Touren machen dich fit im Fels. Dafür sorgen nicht zuletzt die geprüften und lokalen Kletter- & Bergführer, die dich auf dem Weg nach oben begleiten. Von den Besten lernst du auch während des alljährlichen Ötztaler Klettercamps. Die enorme Kletterkompetenz der Region drückt sich auch in den spezialisierten Kletterunterkünften aus.

Man geht nicht nach dem Klettern zum Kaffee trinken. Kaffee trinken ist integraler Bestandteil des Kletterns.

Wolfgang Güllich

Direttissima ins Glück

Hunderte bestens abgesicherte Sportkletterrouten in allen Schwierigkeitsgraden, verteilt auf 19 Klettergärten vom Taleingang bei Haiming bis zum Talschluss in Obergurgl-Hochgurgl, machen das Ötztal zum Eldorado für alle Felssportler. Vorherrschend ist dabei das feste Granitgestein, das Kletter-Cracks an Tirols längstem Seitental besonders schätzen. Anfänger und Familien mit Kindern finden etwa im Klettergarten Oberried perfekte Voraussetzungen, um sich das erste Mal in die Vertikale zu wagen, während ambitionierte Kletterer ihr Glück - und ihre Projekte - in den Gebieten Niederthai und Nösslach finden.

Klettern im Ötztal

Jahrzehntelange Kletterkompetenz

Das Ötztal kann mit einer jahrzehntelangen Kletterkompetenz aufwarten, die schwer zu toppen ist. Zu verdanken ist dies vor allem dem Längenfelder Reinhard Schiestl († 1995), der bereits in den 1980er Jahren begann, das Ötztal klettertechnisch zu erschließen - und ein dichtes Netz hinterließ, das bis heute auf mehr als 750 Routen angewachsen ist. Schiestl ging auch in die Tiroler Kletterhistorie ein, indem er Anfang der 1980er Jahre im Ötztal die erste Sportkletterroute im 9. Schwierigkeitsgrad (nach UIAA-Skala) eröffnete. Den Kletter-Pionier hat das Tal bis heute nicht vergessen – der „Reinhard Schiestl“-Klettersteig an der Burgsteinwand bei Längenfeld erinnert an die Verdienste des Ötztalers.

Granit & Kalk geben sich im Ötztal die Hand

In Tirol finden sich nur sehr wenige Granitklettergebiete. Das Ötztal bildet dabei eine Ausnahme und kann gleich mit mehreren Gebieten mit bombenfesten Granit aufwarten – wie etwa im Klettergebiet Niederthai oder Nösslach, um nur zwei Klettergärten zu nennen. Wer sich am Granit sprichwörtlich die Zähne ausbeißt, der findet speziell am Taleingang bei Haiming eine willkommene Abwechslung in Form von Kalkstein-Gebieten.

Klettergärten für Familien und Einsteiger

Im Ötztal gibt es mehrere Klettergebiete, die sich vor allem für Familien mit Kindern sowie Einsteiger lohnen. Was all diese Klettergärten gemeinsam haben? Ausreichend Parkmöglichkeiten, einen kurzen, einfachen Zustieg, eine Vielzahl an leichten und bestens abgesicherten Routen, malerische Picknickplätze und eine Naturkulisse, die kleine und große „Kraxler“ gleichermaßen in ihren Bann zieht. Der Klettergarten in Oberried etwa verfügt gar über Sanitäranlagen.

Familienfreundliche Klettergärten im Ötztal:

- Rammelstein
- Ritzlerhof
- Oetz
- Oberried
- Moosalm
- Winnebachseehütte (Zustieg: 1,5 Std.!)
- Obergurgl Zirbenwald

Welche Qualitätskriterien ein familienfreundlicher Klettergarten erfüllen muss, erfährst du HIER

 

Eine hilfreiche Servicecheckliste zum Thema „Klettern mit Kindern“, ausgearbeitet in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Alpenverein, dem Bergrettungsdienst Österreich und dem Kuratorium für alpine Sicherheit, findest du HIER

Mehrseillängen-Routen im Ötztal

Eine Seillänge reicht dir nicht? Auch kein Problem, denn das Ötztal verfügt über eine Fülle an atemberaubenden Mehrseillängen-Routen. Diese finden sich – ähnlich wie die Klettergärten – verteilt über das gesamte Tal. Neben der in Haiming gelegenen Geierwand und dem Simmering sowie der Burgsteinwand bei Längenfeld finden Mehrseillängen-Fans vor allem in Nösslach sowie an der Engelswand bei Tumpen spektakuläre und sehr gut abgesicherte Routen. 

„Great Lines“ für echte Kletter-Cracks

Im Jahr 2018 hat eine Fachjury die fünf genialsten Sportkletterrouten in Tirol für fortgeschrittene Kletterer gekürt – die sogenannten „Great Lines“. Die zentralen Auswahlkriterien waren dabei das Natur- bzw. Landschaftserlebnis, Routenverlauf, Felsbeschaffenheit sowie physische und mentale Anforderungen an  den Kletterer. Gleich zwei Routen aus dem Ötztal haben es in den erlauchten Kreis der „Great Lines“ geschafft: Die Route „Le Miracle“ in Niederthai sowie die facettenreiche Kletterei „Weißer Riese“ im Klettergarten Nösslach.

Topos und weitere Informationen erhaltet ihr auf der Internetseite von Climbers Paradise

Kletterhallen und Schlechtwetteralternativen

Bei Regen oder unwirtlichem Wetter müssen Kletterfans im Ötztal nicht auf ihren Sport verzichten. Im Gegenteil: Tirols längstes Seitental bietet Kletterern aller Könnerstufen eine Reihe an Schlechtwetteralternativen – von der weltcuperprobten Kletter- & Boulderhalle im nahegelegenen Imst im Inntal bis hin zum regengeschützten Brückenpfeiler mit Vorstiegsbereich im Outdoor-Spielplatz AREA 47.

 

AREA 47: Vorstiegsbereich & Boulder-Cave

Der Outdoor-Playground AREA 47 am Taleingang des Ötztals bietet Kletterern bei (leichtem) Regen gleich mehrere Möglichkeiten: Einerseits steht ein 27 Meter hoher Vorstiegsbereich am Brückenpfeiler der Achbrücke zur Verfügung, andererseits eine Boulder-Cave am angelegten See. Ein Hochseilgarten rundet das Angebot ab. Mehr über das Kletterangebot in der AREA 47 erfährst du HIER.

Kletterhalle Imst

Unweit des Ötztals im nahegelegenen Imst findet sich eine der größten Kletter- & Boulderhallen Tirols. Die Weltcuperprobte Halle umfasst 1.100m2 an Vorstiegskletterfläche sowie einen 240m2 großen Boulderbereich. Alle Infos bekommst du HIER.

 

Boulderhalle Steinblock Imst

Ebenfalls in Imst befindet sich die Boulderhalle Steinblock: Auf 750m2 finden sich sowohl kindergerechte als auch wettkamptaugliche Boulder-Routen. Mehr über die Boulderhalle erfährst du HIER.

 

Boulder- und Kletterhalle Telfs 

Unser Tip für alle Boulderfans ist die Kletterhalle in Telfs. 

Seit Juli 2016 gibt es die Bergstation, welche in Zusammenarbeit mit der Markgemeinde Telfs, Land Tirol, Tourismusverband und Alpenverein realisiert wurde. Diese wurde beim Sportzentrum Telfs südlich an die bestehende Tennishalle angebaut und wird von der Alpenverein Hohe Munde Betreiber GmbH betrieben. 

Die Bergstation ist ein Ort der Gemeinsamkeiten! Ein Treffpunkt für Bergsport-Begeisterte aller Generationen, die unabhängig vom Leistungsgrad und Können den Austausch mit Gleichgesinnten und eine respektvolles Miteinander schätzen. Ein Ort, an dem sich nicht nur Kletterer zuhause fühlen!

Auf ca. 1400 m² Kletterfläche, bieten sie euch rund 180 Boulder, 100 Seilrouten, einen eigenen Kurs- und Trainingsbereich als auch einen Platz für die Kleinsten mit Rutsche und Boulderparadies. Ein zentraler Meetingpoint ist auch das urgemütliche Bistro in welchem ihr mit gesundem und regionalen Köstlichkeiten verwöhnt und zum gemeinsamen Verweilen eingeladen werdet. Die Kaffespezialitäten mit Bohnen aus der Rösterei Wildkaffee oder die Bierauswahl von der ältesten Privatbrauerei aus dem Zillertal hat sich bereits weit außerhalb von Telfs  einen Namen gemacht. 

Mehr über die Boulderhalle erfährst du HIER.

War zum ersten Mal in der Kletterhalle. Mir wurde gesagt, ich solle erst mal einen Abseilen.

Jetzt hab ich Hausverbot

Drahtseilakt inklusive

Auf Tuchfühlung mit der Ötztaler Bergwelt: Entlang eines durchgehenden Drahtseiles gesichert, geht es auf den 8 Klettersteigen des Ötztals (steil) nach oben. Tritte im Fels weisen dir den Weg ins Hochgefühl, so manche Schlüsselstelle erfordert Kraft, Geschicklichkeit und Mut. Dabei überquerst du Seilbrücken, kletterst entlang von Wasserfällen und überwindest Leitern. Anfängerfreundliche und für Kinder perfekt geeignete und abgesicherte Steige wie etwa entlang des Stuibenfalls – Tirols größtem Wasserfall – ermöglichen einen spielerischen Einstieg in dieses sportliche Abenteuer, während Könner und Kenner an der Burgsteinwand bei Längenfeld oder im hinteren Ötztal spektakuläre Möglichkeiten vorfinden.

 

3 Klettersteig-Tipps im Ötztal

Das Ötztal bietet für Klettersteig-Fans aller Könnerstufen die passende Route – stellvertretend für das vielseitige Angebot stellen wir an dieser Stelle drei von ihnen kurz vor:

Für Kinder & Einsteiger: Klettersteig Stuibenfall
Der Klettersteig am 159 Meter hohen Stuibenfall (Tirols höchster Wasserfall) in Umhausen-Niederthai ist mit 450 Metern Kletterlänge der wohl einfachste der Umgebung. Und dennoch einer der spektakulärsten: Alleine schon der Zustieg über die Seilbrücke und den märchenhaften Wald bis zu den beeindruckenden Wänden ist ein Erlebnis für sich, bevor es auf Tuchfühlung mit dem Stuibenfall geht – Drahtseilakt über die tosenden Wassermassen inklusive, wenn man will! Für Kinder (ab ca. 10 Jahren mit zusätzlicher Seilsicherung) sowie Beginner ist der Klettersteig gut geeignet – es sind viele Tritthilfen eingebaut. Details zum Klettersteig Stuibenfall findest du HIER. 

Weitere Beginner- und familienfreundliche Klettersteige: Klettersteig Haiming/Geierwand, welcher auch eine Midi- sowie Minivariante bereithält; Klettersteig Zirbenwald in Obergurgl-Hochgurgl (geeignet für Kinder ab 10 Jahren); Klettersteig Moosalm in Sölden, mit alternativem und leichtem Ausstieg. 

Für Könner: Reinhard-Schiestl-Klettersteig
Respekt einflößend: Der Reinhard-Schiestl-Klettersteig an der nahezu senkrechten Burgsteinwand bei Längenfeld ist ein schwieriger Klettersteig für echte Cracks. Herrlich ausgesetzt, aber mit vielen Tritthilfen und zwei Rastplätzen ausgestattet, bietet der Steig schöne Ausblicke ins Ötztal. Alle Infos zum Klettersteig an der Burgsteinwand bekommst du HIER.

Für jeden, der hoch hinaus will: Schwärzenkamm-Klettersteig
Ein wunderbarer Panorama-Klettersteig inmitten der Obergurgler Gletscherwelt. Obwohl dem Steig die absoluten Schwierigkeiten fehlen, ist er aufgrund seiner alpinen Höhenlage und der Ausrichtung auf der Nordseite recht anspruchsvoll und erfordert Klettersteigerfahrung. Zwei Notausstiege ermöglichen auch ein Abkürzen der Route. Tipp: Mit dem (E)Bike gelangst du bis zur Langtalereckütte, von wo aus es weiter zu Fuß bis zum Einstieg des Klettersteigs geht. Genaueres zum Schwärzenkamm-Klettersteig erfährst du HIER.

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